Mittwoch, 15. April 2015

MeMadeMittwoch am 15. April 2015

Ich, Nina (kleidermanie), darf heute zum ersten Mal den MeMadeMittwoch eröffnen. Seit Mitte März bin ich Mitglied des MMMTeams und erfahre, wie viel Arbeit hinter dem wöchentlichen MMM steckt und welche Diskussionen bezüglich der Gestaltung im Hintergrund dieser Plattform ablaufen. So ist in den letzten Wochen zum Beispiel die Idee zum letzten Motto MMM zum Thema Frühlingserwachen entstanden. Es freut mich sehr, Teil dieses Teams sein zu dürfen und euch heute alle hier begrüßen zu dürfen.

Das Kleid (Simplicity 1882), das ich heute zeige, ist für mich ein kleines Meisterstück, da es sehr viele Anpassungen erforderte, bevor es passte. Weil bei mir die meisten Kleider nur sehr wenige und vor allem immer die selben Anpassungen erfordern, war ich zunächst ein klein wenig überfordert als ich das Kleid zum ersten Mal anzog. Der Brustpunkt saß immer noch ca. 4 cm zu hoch, obwohl ich ihn bereits herabgesetzt hatte, oberhalb der Brust war viel zu viel Luft unter dem Kleid und das Taillenband war im Vergleich zum Oberteil recht weit. Ich wusste mir nicht zu helfen und suchte Rat bei einer offenen Nährunde, die in Karlsruhe von einer Nähschule angeboten wird.

In der Nähschule wurde zunächst das Oberteil um 4cm verlängert. Dazu musste ich die meisten Nähte wieder auftrennen und das vordere Oberteil erneut zuschneiden. Zum Glück hatte ich ausreichend Stoff. Der Bogen am Taillenband wurde vorne um die gleiche Länge gekürzt, so dass er nun etwas weniger geschwungen ist. Das Taillenband wurde durch Absteppen der Nähte verkürzt.

Nachdem ich alles wieder geheftet und das Kleid angezogen habe, wurde die Luft oberhalb der Brust abgesteckt. Ich dachte, dass das sehr problematisch ist, weil das Kleid Prinzessnähte besitzt, musste jedoch feststellen, dass sie das Abstecken einfacher machen. Mit dem Ergebnis bin ich nun sehr zufrieden. Da wir hier im Süden den Frühling ausgelassen und stattdessen mit 22°C den Sommer begrüßt haben, kann ich das Kleid sogar bereits tragen! Heute werden es angeblich hochsommerliche: 26°C!

 Wenn es morgens frisch ist, trägt es sich auch wunderbar mit einer Strickjacke.

Jetzt seid ihr dran! Ich freue mich über jeden einzelnen Beitrag! Herzlich Willkommen!


Mittwoch, 8. April 2015

MeMadeMittwoch Motto FRÜHLINGSERWACHEN


Hallo alle zusammen. Ich bin Monika, eine der 4 Neuen im Team und blogge unter Wollixundstoffix.
Ich freue mich, dass unsere Idee des Me Made Mittwoch Motto Tages doch so einigen Anklang gefunden hat und ich heute unser 1. Motto präsentieren darf.

FRÜHLINGSERWACHEN


Ich habe das mal so interpretiert:
Der Frühling kommt, wenn er auch kalendarisch schon begonnen hat, doch hoffentlich bald. Am Fototag war auch wirklich Sonne und die Temperaturen steigen so langsam.
Der Garten ruft. Der leere Kleiderschrank auch. Da fehlen natürlich bunte blumige tierische gemusterte Kleider Röcke Shirts.
Ein ganzer Schubkarren voll Stoff will verarbeitet werden. Der Garten geharkt und gerecht.
Ich gehe ins Nähzimmer und sorge für die (Familien-) Frühlingsgarderobe, der Gatte für den Garten.


Der Hund ließ sich nicht aus dem Bild entfernen. Auch sie hat Frühlingsgefühle. Knochen vergraben z.B. Oder Vergrabenes und Vergessenes wieder ausbuddeln. brrrr.



Genäht habe ich mir ein Kleid aus einem äußerst schrillem Baumwollstoff. Pinke Blumenornamente. Aber mit dem doch vielen Schwarz ist das ein Stoff für mich.
Ein großes Danke wie so oft nach Berlin, an Wiebke, die den Stoff für mich, und nicht nur für mich, geufert (ein Insider-Ausdruck eines Maybachuferstoffkaufesfüranderemitwhotsäppdirekthotline) hat.

Der Schnitt ist der Butterick 6015 in abgewandelter Form.





Variante B mit stark abgewandelter Rockform. Ich habe Seitenteil und Mittelteil aneinander gelegt, und die Godets überlappen lassen.
Das habe ich hier schon einmal getan und für sehr gut empfunden. Das musste zwecks Stoffmangels so improvisiert werden. Den Originalschnitt habe ich aber auch genäht und hier gezeigt und ebenfalls für gut empfunden.




Ganz besonders mag ich die Ausschnittform.
Das Thema Wickelkleid ist ja gerade ein Must in vielen Blogs. Dies hat ein überschnittenes Oberteil, das unter der Brust endet. Und für mich den sogenannten kleinen Wickeleffekt.


Ein Blick in meinen Schubkarren?
Gerne doch.


Ich glaube ihr versteht mich, dass ich lieber in das Nähkämmerchen gehe statt in den Garten, oder?

So, jetzt bin ich gespannt, wer wie das Frühlingserwachen interpretiert hat.
Aber wie schon erwähnt, es ist kein Muß.

Wer ein wenig Lust auf Frühlingskleidung bekommen hat, es gibt eine Aktion von Mama macht Sachen und Marja Katz, der sogenannte Spring STYLE Along.

Eine Bitte haben wir noch, weil es leider doch sehr oft vorkommt. Der Link eures Blogs beim MeMadeMittwoch sollte der Link vom aktuellen Post von euch sein. Der Link zum MeMadeMittwoch sollte ebenfalls nicht ein Link zum Blog sondern zum aktuellen Post sein. Dann findet man sich auch noch nach ein paar Wochen zurecht.
Dankeschön.

Und jetzt Vorhang auf für die Damen und Herren in selbstgeschneiderter, gestrickter... OBERbekleidung. Für sich selbst gefertigt. An sich selbst gezeigt.




Sonntag, 5. April 2015

FJKA 2015: Finale....

Wir wünschen euch allen frohe Ostern und hoffen, dass ihr voller Stolz und Zufriedenheit fertige Jäckchen, Pullis und Tücher zeigen könnt.

Wie ihr gleich lesen könnt,  haben wir (Susa und Wiebke) beide uns nämlich fürs Scheitern und Versagen zuständig gefühlt. Diese Nische ist also schon dicht besetzt, da machen wir auch keinen Platz für andere.....Oder gibt es tatsächlich noch Bewerbungen für die Gurkentruppe?

Susa trägt ihre Frühlingsvögel eher mit Fassung als mit Begeisterung: 


hmpfhh. wir, ihre vorstrickerinnen erweisen uns als ausgemachte gurkentruppe. die eine nicht fertig und die andere fix und fertig. letzere meiner einer. das gevögel ist zwar schon länger fertig, sieht so aus, wie im kopfkino vorgestellt, passt perfekt trotz oder weil aus der lamäng gestrickt, aber zufriedenglücklichstrickfroh bin ich nicht.
meine stümperhafte selbstanalyse hat folgende gründe ergeben : ich hab nix anzuziehen ! (im hintergrund stellen sie sich jetzt bitte einen fischerchor in lauthals brüllendem, schenkelklopfendem hohngelächter vor).
nichts aus dem fundus lässt sich zufriedenstellend mit dem gevögel kombinieren. einzig jeansfarbenes findet meine einigermaßen wohlwollende zustimmung und da herrscht ein mir bis dato unbekannter mangel ! zwei alte jeansröcke und ein langer amish-people-gedächtnisrock konnten überzeugen ?...nein, konnten sie nicht. 
dazu kommt, dass ich gerade der  retro-silhouette aka weiblich, mit langem, engem bund etc. überdrüssig bin. lieber lässig, oversized und ein bischen androgyn. mein innerer modediktator ist ein wankelmütiger geselle, heute so und morgen genau anders. ich komme da mit meiner strickerei nicht hinterher....

zum dritten,  das muster ist zu musterig. abstrakte muster sind wohl ok, aber der diktator möchte keine tiermotive. er ist da sehr streng.
so wird das gevögel wohl erstmal eine schrankleiche, bis der herr stil-stalin (der ist nicht ohne grund männlich) sich wieder grundlos umorientiert und das ding abnickt.....
hoffentlich ist es ihnen mit ihrer frühlingsstrickerei besser ergangen !!! 


Wiebke lag bis zum letzten Termin ungemein gut im Rennen, wurde leichtfertig und vertrödelte die ganze letzte Woche mit ihrer Schwester beim Sightseeing und um-die-Häuser-ziehen. Solch eine strickaversive Lebensführung rächt sich natürlich sofort. Und nun fühlt sie sich als gescheiterte Vorstrickerin wie in einem falschen Knit-along-Film....

Ein Drehbuch, wie es nur das echte Leben schreiben kann.
In dieser rührenden Geschichte von schuldloser Verstrickung, vom Scheitern und Irren auf der Suche nach dem perfekten Frühlimngsjäckchen geht es um die Erkundung und Überwindung der eigenen Grenzen, des Perfektionismusses und der Geduld.
Was zunächst wie ein harmloses Märchen anfängt, zwei junge Frauen beschliessen, sich öffentlich und publikumswirksam ein Frühlingsjäckchen zu stricken, steigert sich durch aktive Einbeziehung des Publikums zu einem Rennen gegen die Zeit. Zu einem Selbstfindunstrip, auf den der Zuschauer ganz gezielt eingeladen wird.


Der Plot überzeugt durch einen geschickt aufgebauten Spannungsbogen. Während die eine Protagonistin am Anfang zunächst durch höhere Gewalt ausgebremst wird und sich mühevoll wieder aufrappeln muss, gelingt es der zweiten Protagonistin (also meinereiner) scheinbar mühelos, alle Hürden zu überwinden bis sie am Ende genau durch diese Mühelosigkeit zu Fall gebracht wird. So lustig kann Gerechtigkeit sein.
Diese pfiffige dramaturgische Konstellation lässt die beiden Protagonistinnen sympathisch und menschlich erscheinen. Die Verstrickungen der beiden sind eine wunderbare Metapher für den Aufwand, den es braucht, um scheinbare Strickleichtigkeit zu suggerieren..


Die Geschichte selbst wird in einzelnen Episoden erzählt. (1, 2, 3, 4) bis hin zum verstörenden Ende. In Zeitsprüngen wird von Maschenproblemen, Passformschwierigkeiten und sonstigen Befindlichkeiten erzählt. Hoffnung keimt nach Niedergeschlagenheit, Solidarität erwächst.
Es passiert kaum etwas, was Strickende nicht sowieso kennen. Aber zugleich ist da etwas, was die Konventionalität der Geschichte aufbricht. Durch die Änderungen im Hamdlungsstrang, durch die scharfe Trennung von Charakteren und Dingen, entsteht inmitten des Alten pünktlich zum Osterfest etwas Neues.
Trotz des erhobenen Zeigefingers gibt es am Ende weder Gewinner noch Verlierer, sondern Teilnehmerurkunden für alle wechselnde Hitzegrade eines gemeinsamen Gefühls von Wollbegeisterung. Das Erregungspotential des Publikums wird ausgeschöpft und immer wieder an den Punkt geführt, an dem nicht mehr klar ist, ob man nun besser lachen, weinen oder laut schreien soll. Oder doch den Feuerlöscher holen und die eine oder andere Figur der Gurkentruppe aus dem Bild pusten?
Den Versuch, die eigene Unzulänglichkeit zu vertuschen, wird der Zuschauer leicht durchschauen, zu offensichtlich sind die künstlerischen Mittel der Online-Bildbearbeitung gewählt worden.



Die stärksten Momente hat dieser interaktive Selbstfindungstrip, wenn klar wird, dass es manchmal ein Versagen der Protagonistinnen braucht, damit das Verfahrene am Vertrauten, das Überhebliche am Routinierten durchschüttelt wird, bis es wieder funkt. Oder auch nicht.... Hauptsache den Mitstrickerinnen blieb ein Scheitern erspart.


Es bleibt weiterhin spannend.! Seien Sie also wieder dabei, wenn dieses großartige Mitmachkino am Sonntag den 7.6. noch einmal seine Pforten öffnet für den erlösenden Epilog, "Finale der Herzen" genannt.

Heute gibt es hier aber zunächst einmal das reguläre Happy-end mit den folgenden Teilnehmerinnen:
 

Mittwoch, 1. April 2015

MeMadeMittwoch am 1. April 2015



Hallo, mein Name ist Karin. Ich blogge unter dreikah und bin eine der vier Neuen im MeMadeMittwochTeam.

Ich beginne heute den Reigen der Neuvorstellungen und aus diesem Grund hatte ich mir vorgenommen auch einen relativ neuen Schnitt vorzustellen, doppelt neu quasi.
Und dann gibt es auch noch eine weitere Neuerung beim MeMadeMittwoch. Die stell ich euch am Ende dieses Posts vor.


In letzter Zeit beschäftige ich mich mit diversen Wickelkleidschnitten. Mein Frühjahrsmotto könnte lauten: auf der Suche nach dem perfekten Wickelkleid. Und mit diesem Kleid komme ich dem Ziel sehr, sehr nahe.

Das Gillian Wrap Dress von Muse Patterns erinnert laut Designerin sowohl an die Siebziger, der Hochzeit des Wickelkleides, aber im Stil mit seinen Raffungen auch an die Vierziger. Eine sehr gelungene Kombi, wie ich finde.


Bei  Alle Wünsche werden wahr und Frau Knopf findet man sehr schöne Exemplare und bei Frau Knopfs zweiten Gillian zeigt sie uns ein paar sehr schöne Detailfotos, die bei meinem wilden Stoff - einem Viscosejersey  - nicht zu erkennen sind.

Die englische Erklärung ist gut verständlich und Schritt für Schritt aufgebaut. Das Kleid hat eine sehr ungewöhnliche Konstruktion beim Taillenband. Das bewirkt, dass man ein schön sauber gearbeitetes "Durchziehloch" für den Gürtel hat und die Verbindung von Taillenband und Bindegurt sich auch von innen sehen lassen kann. Dieses jedoch zu Nähen ist gar nicht so einfach, da die vielen Teile ganz ungewöhnlich zusammengenäht werden. Aber wenn ihr Schritt für Schritt die Anleitung befolgt, bekommt ihr ein wunderbares Ergebnis. Ich schreibe das extra, weil ich es mit Anleitungen befolgen auch nicht immer so genau sehe. Aber da macht es wirklich Sinn.

Um meinem "perfekten Wickelkleid" noch näher zu kommen, habe ich das Rockteil weiter auslaufen lassen, ich mag mehr Platz um die Hüfte, somit ist das Rockteil etwas komfortabler und weiter als im Schnitt vorgesehen.


Und sturmfest ist es auch, hab ich für euch gestern getestet.

Es klafft bei starkem Wind nur minimal auf.



Aber neu scheint der Schnitt jetzt auch schon nicht mehr zu sein. Im Laufe der letzen Woche begegnete er mir auf einmal überall. Mir scheint ein Wickelkleidflow geht duch die Nähnerdwelt. Und ich bin gespannt, wie vielen Wickelkleidern - insbesondere Gillians - wir heute begegnen werden.

Aus diesem Grund eine Umfrage für euch alle:

Wir aus dem MMMTeam möchten Euch fragen, ob ihr Interesse habt an einem Wickelkleid-Sew-Along  oder vielleicht  einen Wickelkleid MeMadeMottoMittwoch.
Schreibt es uns einfach in die Kommentare.

Memademotto, da hat sie doch glatt noch ein Wort mit M im MeMadeMittwochWörterWurm versteckt. Also noch etwas Neues:

Was ist das MeMadeMotto und was gibt's Besonderes schon in der nächsten Woche?

Das Team hat sich überlegt, neben den Mottotagen, die ihr ja schon kennt, z.B. der erste MMM im Jahr zum Thema "Mein liebstes Outfit vom letzten Jahr" oder der letzte MMM vor der Sommerpause: "Ich packe meinen Koffer" in unregelmäßigen Abständen einen Mittwoch unter ein Motto zu stellen. Diese Idee ist ausgeliehen vom MeMadeMay, bei dem es immer freitags ein bestimmtes Motto gibt.

Das Motto wird eine Woche vorher angekündigt, die Teilnahme ist freiwillig, Ihr könnt also auch wie gewohnt eure selbstgemachte Oberkleidung verbloggen - ohne Thema. Oder Ihr holt ein Kleidungsstück, das zu dem Motto passt aus eurem Kleiderschrank, denn das ist auch Sinn der Sache: Zeigt her Eure alten und liebgewonnenen Sachen. Lockt schon vor einiger Zeit Selbstgenähtes wieder aus dem Schrank hervor. Näht schnell ein Ufo, das toll zum Thema passt, zu Ende. Setzt Eure Selfmade-Kleidnung passend zum Thema in Szene.

Und nächste Woche also am 8.4. gehts los. Damit der Frühling, der ja kurz um die Ecke geschaut hat, aber schon wieder Richtung Herbst abdrehte, sich wieder zu uns gesellt, ist das Thema "Frühlingserwachen".
Jetzt habt ihr eine Woche Zeit, um passende Kleidung in eurem Schrank zu suchen, euch schöne Fotoszenen zu überlegen. Lasst Eurer Kreativität freien Lauf. Ihr müßt nicht etwas Neues präsentieren. Wer also Lust hat, präsentiert beim nächsten MeMadeMittwoch etwas zum Thema "Frühlingserwachen": Wir sind sehr gespannt. Auch auf Eure Reaktion zu dieser Neuerung.

Ja, und jetzt eröffne ich den Mittwochsreigen, heute noch warm eingepackt in Übergangskleidern. Oder lockt ihr mit der Frühlingsgarderobe schon die Wärme hervor?



Mittwoch, 25. März 2015

MMM am 25.3. mit Gastbloggerin Anne


Hallo ihr Lieben, 

Ich habe heute die, für mich unglaublich große, Ehre auf dem Me Made Mittwoch Blog vorzuternen. Also, schmeißt euch in eure glitzernsten Turnanzüge, zieht die Stirnbänder elegant über die Haare und schmeißt einen wilden Beat in die Anlage - noch vier, drei zwei, eins....

Wenn ich nicht gerade exklusive Sport-Vermeidungstechniken erprobe (sich auf dem Sofa tot stellen hat da einen großen Erfolg gezeigt) blogge ich auf Annie Wear. Nachdem mein lieber Cousin P. meine gesammelten Verzweiflungen zum Weihnachtskleid Sew Along gelesen hat, schenkte er mir einen Nähkurs. Eine gute Gelegenheit, mal einen Burda-Schnitt zu nähen. Deren Anleitungen sind für mich nämlich absolut nicht zugänglich. Ich entschied mich also für das Kleid 108 aus der Ausgabe 4/2013.

Der Schnitt war mit zwei Punkten gekennzeichnet, so dass ich dachte, falls du in den insgesamt zehn Stunden Kurs nicht fertig wirst, kannst du das auch zu Hause schaffen. Ich habe den Kurs um zwei Sitzungen verlängert - so viel dazu. Aber hier ein erster Eindruck:



















Das kleid habe ich aus einem blauen Jersey genäht, den ich in Maastricht auf dem Stoffmarkt günstig geschnappt habe. Um ein bisschen heiße Luft rauszunehmen: Der Schnitt an sich ist wirklich nicht so schrecklich kompliziert, aber die Paspeltaschen sind zu meinem persönlichen Erzfeind geworden. 














Ich habe, ganz ehrlich, selbst nach dem Nähen die Anleitung nicht verstanden und konnte bis zum Schluss die Schritte, die ich da vollzogen habe nicht denken. Aber Dank der mehr als geduldigen Nählehrerin hat es dann doch geklappt. Hier auf dem Foto sehen sie so harmlos aus, die Biester...

Die Falten am Kragen dagegen machen mir immer noch viel Freude. Die mag ich wirklich gerne.













Eine weitere Problematik und gleichzeitig ein riesen Lernfeld war der Faden. Ich hatte mir im Laden ein "Allesnäher-Garn" andrehen lassen. Und was passierte? Nicht mal die Profimaschine der Schneiderin hat den Faden gesetzt und selbiger ist ständig gerissen. Mit vernünftigem Garn hat es dann aber geklappt. Yay! 

Insgesamt mag ich das Kleid sehr gerne! Wie man vielleicht erahnt, ist es mir ein wenig zu groß, was mich ärgert, weil ich das während des Nähens einmal bemerkt habe, die Kursleiterin aber meinte, das müsste so sein. Schade, aber ich finde mit dem Brustgürtel fällt es gar nicht mehr so sehr auf und so bleibt ein wenig Luft nach vorne für den ein oder anderen Schokohasen.


















So, nach diesem erfolgreichen Warm-Up freue ich mich jetzt auf die Kleidungsstücke der anderen Kursteilnehmer, ab zum Me-Made-Mittwoch Work-Out!

Mittwoch, 18. März 2015

MeMadeMittwoch am 18.3.2015

Herzlich willkommen zum Frühlings... äh MeMadeMittwoch am 18.3.2015!
Ich bin Katharina und blogge unter Sewing addicted.


Hier in der Südpfalz ist es seit wenigen Tagen endlich wärmer geworden, die Natur spriesst noch zögerlich, aber unaufhaltsam hervor, hach, jedes Jahr ein Grund zum Aufatmen!
Endlich wieder ohne Jacke raus, das finde ich ganz wunderbar. Um nicht gar zu luftig angezogen zu sein, habe ich mir ein Mantelkleid, ein Coat dress genäht. Den Schnitt kennt ihr bestimmt, das ist letzte Modell aus Gertie Hirschs erstem Buch (die deutsche Ausgabe heisst Rockabella).


Schon nach meinem ersten Coat dress wollte ich unbedingt ein zweites. Das erste ist als Konzertkleid gedacht (leider passt es zur Zeit gar nicht, es saß von Anfang an etwas stramm) und ich fühlte mich so wohl darin, daß ich für alltags unbedingt auch eines haben wollte. Ich habe also hier und da nach passenden Stoffen Ausschau gehalten und auch ab und an einen bestellt. Aber irgendwie waren die dann als sie ankamen alle doch nicht so toll. Entweder zu dünn oder die Farbe war nicht so wie ich es gedacht hatte, was auch immer, manchmal klappt das ja nicht so mit den Internetbestellungen. Jedenfalls hatte ich dann einige Stücke in größerer Menge (3-4m) im Schrank für die ich irgendwie gar keine Verwendung hatte. Gut, aus vier Metern kann man auch gut zwei Kleider nähen, aber naja, das war ja nicht der Plan.


Als ich dann neulich meine Stoffvorräte mal wieder umschichtete auf der Suche nach etwas bestimmten, fiel mir zum wiederholten Male der rote Stoff, ein Leinenimitat, irgendwas mit Viskose, in die Hände. Die Farbe ist toll, ganz meins (wenn ich die Farbe sehe, kaufe ich sie sofort, große Stoffverarmungsangst in kirschrot. Dabei habe ich schon zwei Kleider und eine Jacke in dem Ton, die trage ich auch oft). Der Stoff hat eine leichte Struktur und einen guten Fall, eigentlich ist der doch garnicht so schlecht, warum hatte ich den für Coatdress-untauglich erklärt? Na egal, soll er halt jetzt vernäht werden.


Bei meinem ersten Coatdress hatte ich nicht nur mit den Tücken des Schnittes (über die nicht zueinanderpassenden Schnittteile wurde hie und da nach Erscheinen des Buches schon berichtet) sondern auch noch mit den Tücken meiner Abpausekunst und der damals noch mangelnden Anpassungskunst zu kämpfen.
Deswegen hatte ich den verwendeten Schnitt gleich danach schonmal umgestaltet, frei Schnauze. Was ich da gemacht habe, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen, irgendwie scheint der Kragen breiter und der Halsausschnitt weiter. Für die Ärmel habe ich gleich ein ganz neues Teil abgepaust.
Für das heutige Kleid habe ich diesen Schnitt dann noch der Prüfung durch meine Basisschnittteile unterzogen, dabei den Brustpunkt tiefer gelegt, die Schulter höher und die Taille mal sicherheitshalber weiter gemacht. Am Rücken nahm ich noch 2 cm weg und fertig.


Beim Zuschneiden stellte ich fest, daß es komischerweise in diesem Fall nur 3m Stoff waren. Damit die reichen, habe ich die Rockteile alle etwas zusammengelegen müssen, also Weite aus dem Saum genommen. Im Original ist das ein ganzer Teller, also tut das fast nicht weh. Danach hat es gerade so drauf gepasst, Taschen und Saumschrägband gab es aus anderen Stoff dazu. Die Knöpfe sind von einer aussortierten Jacke gerettet, eigentlich sind sie etwas zu dunkel, aber jetzt finde ich, das betont den Mantelcharakter ganz nett.



Bei den Nahaufnahmen ist die Kamera wohl von der tollen Farbe ganz überwältigt, es ist natürlich nicht pink.

Zu dem Buch wurde als es neu erschien einiges geschrieben, manche waren ziemlich erbost, daß die Schnitte so fehlerhaft konstruiert waren, auch sitzen die Modelle auf den Fotos an Gertie z.T. garnicht. Ich finde das schon auch schade, aber ich finde das Buch trotzdem sehr lohnend, fast unverzichtbar, wenn man auf Vintage-Look steht.
Von den enthaltenen Schnitten sind einige so toll, die findet man einfach nirgendwo sonst. Und wenn man solche als echte alte Schnitte entdecken würde wären sie nur in einer Größe und würden wahrscheinlich einzeln soviel kosten wie das ganze Buch. Die richtig coolen Vintage-Schnitte sind nämlich leider auch richtig teuer. Und Anleitungen hat man dann oft garkeine.
Soviel also dazu, klar hätte man sich einige Fehler durch sorgfältigeres Herausgeben sparen können, aber, sagen wir mal, das Buch ist halt leider nix für Anfänger. Ich möchte jedenfalls unbedingt demnächst mal die Kostümjacke nähen. Bei der war doch der Beleg zu schmal, gell?


Ich bin jetzt sehr glücklich mit dem Kleid, es ist sehr bequem und schick, der Stoff trägt sich wunderbar. Bei dem schönen Sonnenschein haben wir gestern nachmittag eine kleine Inspektionstour um das Gartenschaugelände gemacht. In meinem kleinen Provinzstädtchen wird nächsten Monat die Rheinland-Pfälzische Gartenschau eröffnet werden, dafür wurde ein ehemaliges französisches Kasernengebiet umgebaut. Mittlerweile darf man (natürlich) nicht mehr aufs Gelände, aber ein Radweg führt drumherum, da kann man schon einiges sehen. Z.B. den Aussichtsturm (das schiefe Ding rechts) und die Gartenschau-Kirche (guckt hier noch links ins Bild) und im Hintergrund Schrebergärten mit schwedisch anmutenden Holzhäuschen. Ich bin wirklich gespannt, noch sieht vieles recht kahl aus, aber der Frühling macht sich dort bestimmt auch bald breit!


Meine Güte ist der schief. Noch der Drehtest zuhause im Garten und dann ihr:





Sonntag, 15. März 2015

FJKA 2015: Zweiter Zwischenstand

Sind wirklich schon wieder 3 Wochen Kollektivstricken vergangen? Sind das wirklich schon die ersten Frühlingsboten da draußen? Jaaa, liebe Damen, wir befinden uns bereits in der Endspurtphase. In drei Wochen ist ganz im Ernst schon Ostern...
Wie war nochmal dasThema heute ?

"Zweiter Zwischenstand - Ermüdungserscheinungen, Passformmängel, die leidigen Ärmel und andere Ärgernisse"

Susa hakt die Punkte heute zügig ab, ihre Vögel sind bereits komplett und warten nur noch auf den letzten Schliff für erste Flugversuche:
ja, hmhmmm. müde bin ich, check. passformmängel ? nö. die leidigen ärmel sind drin, eventuell muss ich einen nochmal raustrennen und genauer im muster einnähen. vielleicht aber auch nicht, kleine selbstgemachte fehler sind schließlich charmant !   
andere ärgernisse hätte ich zuhauf, die gehören aber nicht hierher.


bei ihnen scheint es ja auch zu laufen, denn bis jetzt hat noch niemand laut um hilfe gerufen.....



Wiebke nähert sich dem Finale nur in kleinen Schritten, die aber ja bekanntlich am Ende auch zum Ziel führen soll(t)en:
Nur in Kleinstetappen und Minischritten geht es bei mir voran. Ich habe mein Strickzeug unterwegs oft in der Handtasche dabei, in der Hoffnung hier mal 5 Minuten und dort mal 5 Minuten stricken zu können. Für das Maschenbild ist das nicht förderlich. Und für die Beständigkeit von Wollknäulen auch nicht.
Viel Zeit habe ich schon mit dem Entflechten von Merinocotton-Dreadlocks verbracht. Früher hatte ich einen Papa, der mir öfter solche Fadennester entwirrt hat. Er war ein großer Meister darin und kannte Tricks, die er als Kind beim Helfen bei Wollaufwicklungen und im Umgang mit Wollsträngen seiner Mutter gelernt hatte.
Am ersten Sonnensonntag habe ich nicht nur die Winterabdeckung entfernt, sondern endlich auch mal wieder draußen stricken können. Ein beflügelndes Gefühl....

Den Ärmel habe ich nahtlos und mit verkürzten Reihen angestrickt. Und wieder die Methode mit den Bobby Pins angewandt.
Bzgl. der Ärmellänge bin ich noch unsicher und auch darüber, ob ich am Ärmelende einen Umschlag wie in der Originalanleitung haben möchte.
Deshalb habe ich jetzt erstmal den Kragen gestrickt, um das Gesamtergebnis abzuwarten, bevor ich den zweiten Ärmel anstricke.

Der Kragen wird an der äusseren Kante angeschlagen und dann nach innen Richtung Halsausschnitt gestrickt .11 Reihen im Muster geradeaus, dann wird beidseitig 16mal je 1M am Reihenbeginn abgekettet. (Als Anhaltspunkt: Die Maschenzahl des Kragens entspricht ungefähr der von Rückenteil und beiden Vorderteilen zusammen)
Um diesen äußeren Rand elastisch zu halten, habe ich den Anschlag mit dickeren Nadeln gemacht.
blödes Löchlein im Ärmelansatz
Ein paar mehr Reihen verträgt der Kragen noch, oder?

Während ich in den Kragen schon ziemlich verliebt bin, bleibt die vordere Blende mein Sorgenkind. Da ist viel Zug drauf und die Knopföcher sind lausig.... Ich überlege, ob ich diese Kanten vielleicht mit einer Reihe fester Maschen bzw. Kettmaschen umhäkele. Oder - wie Fröbelina es hier gemacht hat-  einen Stoffstreifen /Schrägband von innen gegennähe. Mal schauen.....


Und jetzt ihr:
Ärmel fertig, Ärmel dran? Alles wieder aufgeribbelt oder komplett alles fertig? Wir sind gespannt...
Zeigt her eure Jäckchen !

Und auch heute gilt wieder: Wir haben hier beim FJKA ganz viel Strickkompetenz auf einem Haufen. Falls ihr also Hilfe benötigt oder dringend eine Frage beantwortet haben möchtet, vermerkt dies doch bitte direkt neben eurem Namen, der unter dem Vorschaubildchen erscheint (schreibt also beim linktool im zweiten Kästchen bei "link title", hinter eurem Namen "Hilfe"). Dann können die anderen gezielter dort gucken und euch wird hoffentlich geholfen werden können.

Und wie immer sind die Türen eine Woche lang geöffnet: